Schoki, Kaffee, miese Laune – Fastenwoche

Schoki, Kaffee, miese Laune

Das Wort „Fasten“ kommt aus dem althochdeutschen und bedeutet Enthaltsamkeit. So viel zur Begriffsklärung. Aber was bedeutet Enthaltsamkeit? Heißt das, ich lebe enthaltsam bis hin zur Selbstkasteiung und bin anschließend froh, wenn die 40 Tage bis Ostern vorbei sind? Das ist sicherlich kein Ansporn für die Fastenzeit im nächsten Jahr und auch nicht unbedingt gesundheitsförderlich, wenn der Zwang zum Durchhalten zu Stress ausartet. Welche Genussmittel sind es trotzdem wert gemieden zu werden und welche sollten auf gar keinen Fall von der Einkaufsliste verschwinden?


Worauf solltest Du verzichten?

Softdrinks – oft wird beim Fasten der Fokus nur auf feste Nahrung gelegt, obwohl unser wichtigstes Grundnahrungsmittel doch Wasser ist und unsere Körper schneller verdursten als verhungern würden. Leider wird unser Trinkverhalten trotzdem meistens zur Nebensache. Aber was ist ungesundes drin? Ganz klar: Zucker, Süßstoffe oder andere Zuckeraustauschstoffe. Bei Cola-Getränken ist zusätzlich Phosphorsäure enthalten, die genau wie der Zucker unsere Zähne angreift. Zudem soll eine übermäßig zuckerhaltige Ernährung nicht nur Adipositas, sondern eine Vielzahl an weiteren Krankheiten (z.B. Diabetes) begünstigen und sogar Krebszellen fördern. Nein Danke – darauf können wir wenigstens in der Fastenzeit mal verzichten!

Weißmehl – was kann an Mehl schon ungesund sein? Weißmehl enthält zwar nicht direkt ungesunde Stoffe, dafür allerdings auch keine gesundheitsförderlichen. Wichtige Vitamine und eine ausreichende Anzahl an Mineralstoffen sind hier fehl am Platz. Mehr noch, zur Verarbeitung von Weißmehlprodukten braucht unser Körper Vitamine und Mineralstoffe und geht dafür an unsere Reserven, was auf Dauer bei einer weißmehllastigen Ernährung zu Mangelerscheinungen führen kann. Wer nun Angst hat auf Brot oder Kuchen verzichten zu müssen kann allerdings unbesorgt sein und stattdessen Vollkornmehl verwenden, was genauso gut schmeckt und zusätzlich mit einer Vielzahl an Vitalstoffen ausgestattet ist. 

Getreide

Negative Gedanken – sind zwar keine Genussmittel, aber wir sollten definitiv auf sie fasten. Der Grundgedanke der Fastenzeit ist es doch, sich besser zu fühlen und daher ist es wichtig nicht nur den Körper zu betrachten, da auch der Geist gesund bleiben soll.


Worauf solltest Du auf gar keinen Fall verzichten?

Schokolade – sollte auf gar keinen Fall vermieden werden. Denn aufgrund seines Tryptophan Gehaltes, das beim Abbau in unserem Körper das Glückshormon Serotonin ausschüttet, soll sie uns glücklich machen. Und was uns glücklich macht kann nicht ungesund sein 😉

Fast Food – hier sind keine Pommes oder fettigen Cheeseburger in labbrigem Brötchen gemeint, sondern leckere und gesunde Gerichte aus dem Schnellrestaurant wie zum Beispiel Döner (gerne ohne Fleisch), Wraps oder Sushi. Wem die Idee von rohem Fisch nicht gefällt, kann natürlich auf vegetarische Varianten zurückgreifen. Verallgemeinerungen wie „Fast Food ist ungesund“ sind hier fehl am Platz, denn je nach Zutat gibt es bei Schnellgerichten große Qualitätsunterschiede und können somit wesentlich gesünder sein als die typische deutsche Hausmannskost. Letztendlich bedeutet „Fast Food“ auch nicht mehr oder weniger als „schnell zubereitetes Essen“.

Kaffee – der morgendliche Muntermacher wird oft verkannt. Denn nicht nur aufgrund seiner anregenden Wirkung auf den Kreislauf und damit auch einer besseren Gehirndurchblutung sollte beim Fasten auf keinen Fall auf ihn verzichtet werden. Die in den Röststoffen enthaltenen Antioxidantien sollen zudem Gallensteinen vorbeugen und krebsschützend sein. 
Kaffee


Charlotte Löneke, Social Media