Cistus – über Schönheit und Wundheilung im Olymp

Geschichte der Pflanzen
Heute: Cistus

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Die Cistus Incanus oder auch Kretische oder Graubehaarte Zistrose genannt, gehört zur Familie der Zistrosengewächse und tritt als Zwergstrauch im Mittelmeerraum auf. Ein Strauch kann bis über einen Meter hoch werden und bildet dunkelrosa Blütenblätter. Zum Wachsen bevorzugt sie sonniges Terrain zwischen 0 und 1200 Metern Höhe auf möglichst magnesiumreichen Boden.

Cistus
Die Zistrose ist ein echter Hingucker!
Die Zistrose im Olymp

Laut einer alten griechischen Legende, soll die Zistrose ihre positiven Eigenschaften von den Göttern des Olymps erhalten haben. Der Legende nach wurde im Olymp eine große Versammlung zur Kräfteverteilung der Heilpflanzen einberufen. Dabei konnten sich die Götter und Göttinnen zunächst nicht einigen welche Eigenschaften die Zistrose bekommen sollte. Soll sie, dem Wunsche der Götter entsprechend, Kriegswunden heilen können, oder auf Wunsch der Göttinnen hin den Menschen Schönheit bringen? Letztendlich entschieden sich Göttinnen und Götter für beide Eigenschaften.

Tatsächlich wurde insbesondere der Harz der Zistrose bereits in der Antike als Wundheilmittel verwendet. Harz und Tee aus der Zistrose waren auch schon im 4. Jahrhundert v. Chr. begehrte Handelsgüter. 2500 Jahre später, im Jahr 1999 wurde die Cistus Incanus als Europas Pflanze des Jahres gekürt. 
Cistustee
Häufig wird die Zistrose mittlerweile als Gesundheitstee getrunken.

Polyphenole in der Zistrose

Cistus gehört zu den polyphenolreichsten Pflanzenarten. Das sind aromatische Verbindungen die zu den sekundären Pflanzenstoffen gehören. Ihnen werden insbesondere antioxidative Wirkungen zugesprochen, die sogar viermal höher sein sollen als die eines frischgepressten Zitronensafts. Damit könnte die Einnahme von Cistus der Verbreitung freier Radikale im Körper vorbeugen, die für viele Krankheiten, angefangen bei Infekten bis hin zu Krebs- und Alzheimererkrankungen, verantwortlich sind. Zudem versprechen die Polyphenole der Zistrose eine antibakterielle und pilzhemmende Wirkung.

Die Zistrose kann auch äußerlich angewendet werden, denn ganz nach dem Wunsch der griechischen Göttinnen bewirkt die Zistrose auch einen gepflegten und reinen Teint.

Tipp: Cistus-Tee kochen, eine Tasse trinken und den Rest auf einem Wattepad als Gesichtswasser verwenden! 

Charlotte Löneke, Social Media