Kleine Teekunde mit Pu-Erh

Pu-Erh – die Familie der Teepflanze 

Zur Botanik

Der Pu-Erh-Tee wir von einer Unterart der Teepflanze gewonnen und gilt damit als einer der Ursprungspflanzen des traditionellen chinesischen Tees. Insgesamt gibt es sechs Teesorten der Teepflanze. Dazu gehören

  1. Weißer Tee
  2. Schwarzer Tee
  3. Grüner Tee
  4. Gelber Tee
  5. Oolong
  6. und Pu-Erh

Der Pu-Erh-Tee stammt ähnlich seinem Namen aus der chinesischen Stadt Pu’er.

Die Geschichte

In der chinesischen Provinz Yunnan, aus der auch der Pu-Erh-Tee stammt, ist die chinesische Teekultur entstanden. Schon vor 1700 Jahren wurde der Tee dort angebaut und erfreute sich großer Beliebtheit. Erst mehrere hundert Jahre später wurde unter der Tang-Dynastie (618-907) mit dem Tee auch gehandelt. Die chinesische Medizin spricht ihm eine entschlackende und entgiftende Wirkung zu, weshalb er daher häufig als Diät-Begleiter getrunken wird.

Pu-Erh
Der Pu-Erh in Ziegelform gepresst

Ein guter Jahrgang

Die Herstellung des Pu-Erh-Tees braucht Zeit. Ein ausgedehnter Reifungsprozess sorgt dafür, dass er am Ende seine dunkelrote Farbe und den satten erdigen Geschmack erhält. Bis zu den 1960er Jahren dauerte sein Reifungsprozess sogar bis zu fünf Jahre, denn beim Pu-Erh gilt, anders als bei anderen Teesorten: je älter, desto besser. Ähnlich wie beim Wein gewinnt der Tee dabei an Geschmack und Qualität. Dabei helfen ihm viele Mikroorganismen, die für die richtige Reifung unbedingt nötig sind. Für den Reifungsprozess und einen erleichterten Transport wird er vorher gedämpft und in Form gepresst. Da er besonders oft in Ziegelform gedrückt wurde, wird der Pu-Erh auch heute noch häufig Ziegeltee genannt.

Mittlerweile wurde die Herstellung des Tees beschleunigt, sodass er innerhalb weniger Monate auf den Markt kommen kann. Dabei wird die richtige Mischung an Mikroorganismen direkt am Anfang der Lagerung hinzugegeben um die Reifezeit zu verkürzen. Anders als früher, gibt es den Tee heute auch in loser Form zu kaufen. Qualitativ hochwertige Pu-Erhs können übrigens mehrfach zubereitet werden. Achtet doch mal darauf, wie sich der Geschmack des Pu-Erhs beim zweiten oder dritten Aufguss verändert! Obwohl es sich um denselben Tee handelt, ist es möglich einen unterschiedlichen Geschmack festzustellen. Ganz nebenbei erlebt ihr so eure ganz eigene Teezeremonie 🙂

Pu-Erh
Eine Tasse Pu-Erh zum Genießen 🙂

Charlotte Löneke, Social Media