Sommerlich, saftig, erfrischend – die Grapefruit

Geschichte der Pflanzen

heute: Grapefruit
Zur Botanik

Die Grapefruit gehört zur Familie der Rautengewächse und weiter untergeordnet zu einer von weit über sechzig verschiedenen Arten der Gattung Zitruspflanzen. Zu dieser Gattung gehören beispielsweise auch die Orange und die Pampelmuse. Ja genau, Pampelmuse und Grapefruit sind nämlich nicht eine Art, werden aber oft für die gleiche Frucht gehalten. Innerhalb der Grapefruit-Art gibt es allerdings auch zwischen den Früchten große äußerliche Unterschiede, so kann das Fruchtfleisch der Grapefruit zwischen hellgelb und dunkelrot variieren. Sie wird auch meist in diese beiden Hauptgruppen unterteilt. Ein Grapefruitbaum kann bis zu 15 Meter hochwachsen und trägt lange dunkelgrüne Blätter. Bis die ersten Früchte am Baum wachsen können bis zu sieben Jahre vergehen, doch das Warten lohnt sich! Denn ein Baum kann bis zu 300kg Grapefruits pro Saison tragen.

Saftig und erfrischend – die Grapefruit

Die ersten Plantagen

Ganz genau lässt sich die Herkunft der Grapefruit nicht bestimmen. Heutigen Recherchen zufolge soll die Frucht jedoch Ende des 18. Jahrhunderts über Barbados nach Florida verschifft worden sein, wo sie auch zum ersten Mal kommerziell angebaut wurde. Zu den bekanntesten Grapefruit-Plantagen Eigentümern gehörte auch Odet Philippe, der erste Siedler von Übersee, der sich dauerhaft in Florida sesshaft machte. Schon damals bot er seinen Nachbarn und Freunden die Grapefruit als Erfrischungsgetränk an.

Verwendung
Heute wird die Grapefruit vielseitig verwendet; insbesondere die Getränke- und Parfümindustrie wissen die Grapefruit in abwechslungsreiche Formen auf den Markt zu bringen. Es gibt Grapefruitsäfte, Konzentrate, Düfte, Kosmetika und Putzmittel. Denn die Grapefruit hat viele nützliche Inhaltsstoffe. 100g Grapefruit – eine Grapefruit wiegt zwischen 200 und 450 Gramm – enthalten viel Wasser, Kalium, Calcium, Magnesium und vor allem: knapp zweidrittel des empfohlenen täglichen Vitamin C Bedarfs eines Erwachsenen! Interessant dabei ist nicht nur die Betrachtung des Fruchtfleisches, sondern insbesondere der Schalen und der Kerne, die normalerweise im Bio-Müll oder auf dem Komposthaufen landen, wie auch beim amerikanischen Wissenschaftler Dr. Harich. 


Gut verpackt kann die Reise losgehen

Der erste Grapefruitkernextrakt

In den 1980er Jahren soll der amerikanische Wissenschaftler Dr. Harich aus Neugier den ersten Grapefruitkernextrakt entwickelt haben. Er beobachtete, dass die Schalen und Kerne der alten Grapefruits nur sehr langsam auf seinem Komposthaufen verrotteten und entwickelte daraufhin den ersten Extrakt, der nur aus den Kernen und Schalen der Grapefruit besteht. Denn auch sie beherbergen wichtige Eigenschaften, insbesondere die sogenannten sekundären Pflanzenstoffe die auch Bioflavonoide genannt werden. In den letzten Jahren haben besonders diese Stoffe die Aufmerksamkeit der Wissenschaft auf sich gelenkt. Seit den neunziger Jahren gibt es den Grapefruitkernextrakt nun auch in Deutschland zu kaufen. Dabei wird er nicht mehr aus Amerika importiert, sondern direkt in Deutschland unter strengen Hygiene- und Qualitätsanforderungen hergestellt. 

Charlotte Löneke, Social Media